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Synchrontheater
FAUST
Johann Wolfgang von Goethe
Teil I und II
Bearbeitung: Anton Perrey / Inszenierung: Frank Matthus
Kein Theaterstück verbindet die Gesamtheit des Lebens eines Menschen mit der Gesamtheit des Kosmos und der Natur wie Goethes FAUST. Fangen wir an, womit jedes gute Theaterstück beginnen sollte: mit dem Menschen.
Was steckt im FAUST nicht alles nur allzu Menschliches drin! Die Sehnsucht nach der Jugend. Die Sehnsucht nach Liebe. Die Sehnsucht nach Reichtum, nach Macht; danach, alles zu besitzen, alles einmal erlebt zu haben. Die Sehnsucht, geliebt zu werden. Die Sehnsucht, Gutes zu tun. Die Sehnsucht nach dem Himmel. Die Sehnsucht nach Gott und koste es die Dienste des Teufels.
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Was ist der Kosmos? Der Raum zwischen Himmel und Hölle. Die Natur, die uns umgibt. Alles Unsichtbare, Unerkannte, das uns mit seinem geheimnisvollen Weben umfängt, dem wir nicht entrinnen und das wir nicht festhalten können. Unsere Geschichte, egal ob edel griechisch, schmutzig deutsch oder verhängnisvoll gestrig. Unsere Hoffnung auf eine Existenz nach dem körperlichen Verfall ... irgendwie - im Himmel, im Licht, zumindest in einer Art von Bewusstsein.
Das alles ist a u c h der FAUST. Und was sind wir in Netzeband? Wir sind Natur, in die wir die Künstlichkeit des Theaters setzen. Wir bauen Gedanken auf die Wiese, wir hängen Musik in den Himmel. Wir verbinden die äußerste Form der Künstlichkeit das Gesicht als Maske mit der erotischsten Form menschlichen Dialogs dem Flüstern. Wir stehen für modernes Theater, ohne dabei modernistisch zu sein. Wir werden mutig sein, aber uns dabei nicht erlauben, beliebig zu werden.
Noch etwas ist der FAUST: ein Konzert weltbekannter Zitate. Und unser Vorhaben ist nicht besser auszudrücken, als mit Goethes Worten:
„Was hilft es, viel von Stimmung reden?
Dem Zaudernden erscheint sie nie.
Gebt ihr euch einmal für Poeten,
so kommandiert die Poesie!“
Diese Aufforderung nehmen wir gerne an.
3. August, 20.30 Uhr - PREMIERE
4., 10., 11., 17., 18., 24., 25. , 31. August , jeweils 20.30 Uhr
1. September, 20.30 Uhr “Faust”, anschließend „Lange Nacht des Theaters“
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