Home Tickets Spielplan Carte blanche Rückschau Synchrontheater Partner Anfahrt Impressum Linie AGB
Das Netzebander Synchrontheater

Netzeband ist ein 200-Seelen-Dorf im Nordwesten des Bundeslandes Brandenburg (Landkreis Ostprignitz-Ruppin). Seit 1996 gibt es hier im Juli/August den Theatersommer - open air auf einer Naturbühne, die sich im Gutspark unterhalb der klassizistischen Temnitzkirche ausbreitet. Die Weite dieser amphitheater-ähnlichen Bühne erfordert eine besondere Theaterästhetik. Frank Matthus, Vorsitzender des Fördervereins Temnitzkirche, kreierte mit seinen Inszenierungen „Macbeth“ und „Die Nibelungen“ das Netzebander Synchrontheater. Es bedeutet das Spiel mit Masken zu einem vorproduzierten Textband. Namhafte Schauspieler wie Corinna Harfouch sprechen im Tonstudio den Text ein, eine Audioinstallation wird produziert und die Darsteller / Tänzer bewegen sich zum Text auf der Bühne. Auf der Tonspur kann äußerst sensibel und differenziert gesprochen werden, mittels Masken und überhöhter Gestik werden szenische Vorgänge optisch weit transportiert.
Erstmals mit einem Textband und dazu visualisierter, synchronisierter Szene arbeitete in Netzeband 1996 der Regisseur und Bühnenbildner Jürgen Heidenreich in seiner Inszenierung „Unter dem Milchwald“. Er benutzte allerdings nicht die Maske als Kunstmittel, um die Gesichter zu abstrahieren, sondern schuf 53 überlebensgroße Figuren, die auf der Szene geführt werden.
Der "Milchwald" wurde zum Kultstück und gibt jedes Jahr den Auftakt zum Theatersommer.