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Das Klarinettenfestival "Carte blanche"


Das alle zwei Jahre stattfindende Festival hat ein ganz eigenes Gesicht. Musiker, die sich von einem ungewöhnlichen Ort inspirieren lassen, Publikum, das neugierig ist auf Neues, Außergewöhnliches. Die 1834 erbaute und in den 1990er Jahren renovierte Temnitzkirche von Netzeband dient dafür als unkonventioneller Konzertraum.

2018: Carte blanche V

Insel – Inspiration - Isolation


Inseln sind Inspiration für Künstler. Inselbewohner entwickeln eine ureigene Kultur ohne Einflüsse von außen. Inseln können geografischer aber auch politischer Art sein. Das Inselleben kann aber auch zu Isolation führen, besonders wenn man nicht von der Insel weg kann.


Dadurch ist die Idee entstanden, Musik von Inseln aufzuführen. England gehört zu den größten, Deutschland nächstliegenden Inseln. England hat seit je her ein sehr spannendes, tatsächlich sehr eigenwilliges Musikleben mit ausdruckstarken Komponisten wie Harrison Birtwistle, Brian Ferneyhough, Michael Nyman oder Rebecca Saunders. Aber auch andere Länder wie Island, Japan, Australien, Süd-Korea (Halbinsel) erfüllen das Kriterium, geografisch als Insel zu gelten. Die Schweiz hingegen ist dafür eher politisch eine Insel inmitten von Europa.

Künstlerisch wird dieses Festival umgesetzt mit Musikern aus den jeweiligen Ländern, welche kammermusikalische Projekte gemeinsam gestalten: Das KNM Streichquartett, Deutschland, „essence of north“-Projekt mit Claudio Puntin, Schweiz und Gerdur Gunnarsdottir, Island, Richard Haynes, Australien, Helge Harding, Deutschland, Sabina Matthus-Bébié, Schweiz, Lisa Mellin, Deutschland, Yuki Inagawa, Japan, Felix Kroll, Deutschland, Mela Meierhans (Komposition U.A.) Schweiz

Der deutsche Lautenist und Dirigent Wolfgang Katschner ist bekannt für sein leidenschaftliches Engagement für eine lebendige Alte Musik. In Netzeband bekommt er Carte blanche für einen Kontrapunkt in den Konzerten, den er mit barocker englischer Musik setzen wird.

Es gibt zudem ein Projekt – New York Counterpoint von Steve Reich - bei dem junge Musiker der Kreismusikschule OPR und einer Berliner Musikschule mit den Künstlern des Festivals gemeinsam auftreten.

 
Temnitzkirche Netzeband
Freitag, 8. Juni, 19.30 Uhr
Samstag, 9. Juni, 19.00 Uhr (Doppelkonzert)

 
Preise: 20 €, erm. 15 € Abendkasse: 22 €, erm. 17 €  


Tickets: tourist-information@rheinsberg.de 033931 - 34 94 -0

 

Freitag ,den 08.06.2018, 19.30 Uhr

„England – Australien“

Richard Barrett (1959*) England
„Interference“ (1996-2001)
für Kontrabassklarinette, Basstrommel und Stimme

Michael Nyman (1944*) England
„Exit no Exit“ (2002/2005)
für Bassklarinette und Streichquartett

Liza Lim (1966*) Australien
„sonorous body“ (2008)
für Klarinette solo

Henry Purcell (1659 – 1695) England
Ausschnitte aus der Oper „The Fairy Queen“ (1689)
arr. für Klarinettenquartett

Michael Nyman (1944*)England
„Songs for Tony“
arr.für Klarinettenquartett

Barocke Musik für Laute

Es spielen: Richard Haynes, Sabina Matthus-Bébié, Klarinette
KNM Streichquartett: Theodor Flindell, Violine, Lisa Werhahn, Violine,
Kirstin Maria Pientka, Viola, Niklas Seidl, Violoncello
Wolfgang Katschner, Laute

Klarinettenschüler der Kreismusikschule OPR: Jeremias Rück, Gustav Voge, Anna Hoff


Samstag, den 09.06.2018, 19 Uhr

Konzert 1

Japan – Südkorea – Schweiz

Akira Miyoshi (1933 – 2013) Japan
„Reve colorié“ (1982)
für zwei Klarinetten

Toshio Hosokawa (1955) Japan / Deutschland
„Vertical time study“ (1992)
für Klarinette, Violoncello und Klavier

Toshio Hosokawa (1955) Japan / Deutschland
Edi

Jörg Widmann (1973*) Deutschland
Fantasie
Für Klarinette solo

Yunghi Pagh-Paan (1945*) Korea / Deutschland
Ta-Ryong V (1996)
Für zwei Klarinetten und Shô (oder Akkordeon) ad.lib.

Mela Meierhans (1961*) Schweiz
„Duo“
für Klarinette und Akkordeon
Kompositionsauftrag

Isang Yun (1917 – 1995) Südkorea / Deutschland
Monolog (1983)
Sabina

David Philip Hefti (1975*) Schweiz
„à la Recherche“ (2017)
für Klarinette, Viola und Klavier

Educationprojekt

Steve Reich (1936*) USA
„New York Counterpoint“ (1967)
für Soloklarinette und ensemble

Es spielen:
Richard Haynes, Helge Harding, Sabina Matthus-Bébié, Lisa Mellin, Klarinette
Yuki Inagawa, Klavier, Niklas Seidl, Violoncello, Kirstin Maria Pientka, Viola,
Felix Kroll, Akkordeon

Schüler der Kreismusikschule OPR:
Jeremias Rück, Gustav Voge, Anna Hoff, Alica Adigun-Martins, Klarinette

PAUSE

Konzert 2

e s s e n c e - o f - n o r t h

Gerdur Gunnarsdóttir - violin viola voice
Claudio Puntin - clarinet bassclarinet

In Südeuropa kennt man sie, die Melancholie in moll. die alles zusammenfasst was sich emotionell zwischen Sehnsucht, vergangenen Zeiten und Klagen befindet. Fado, Rembetika, Flamenco um nur einige zu nennen. Doch wo findet man eine nordische Entsprechung?

Island gilt als eines der kreativsten und aktivsten Musikländer. Der Musikexport hat sich seit der Bankenkrise 2008 vor die Fischerei geschoben und ist zur Nr. 1 geworden. Einzigartig! Woran kann das liegen? Die Musikpädagogik und die kreative Poptradition des Landes trägt ein grosser Anteil, sicherlich, aber was dahinter steckt ist die Melancholie des Volkes, eine Form von nordischer Saudade! Innige Stimmungen sind Seelennahrung für die Menschen, die das Leben auf der Insel gestalten um sich mit Emotionen gegen Dunkelheit und Kälte über Eis halten.

Die in Berlin lebende isländische Geigerin Gerdur Gunnarsdottir und der Komponist, Produzent und Klarinettist Claudio Puntin bilden zusammen das Duo „Essence of North“. Ihre intimen musikalischen Portraits wirken wie ein Spiegel von unaussprechbaren Emotionen, geprägt von einer der letzten Reinheits-Oasen dieses Planeten. Diese Inspiration, zwischen Stille und Naturgewalten, ist in vielen von essence of north produzierten Soundtracks für Film, Hörspiel, Theater als auch in poetischen Kinderstücken zu hören.

Nun gibt es ein neues Programm mit melancholischen Kleinwerken zur Nacht. Einmummeln und am akustischen Nordlicht der komplett akustischen Sounds mitlauschen!